IHCR

Ein Haus für Gastwissenschaftler*innen auf dem Riedberg.

Auf dem Riedberg entstand seit den 90iger Jahren ein neuer naturwissenschaftlicher Campus, der neben den Universitätsinstituten der Fachbereiche, dem Buchmann Institute for Molecular Life Sciences und dem FIAS  auch Institute der Max-Planck-Gesellschaft und das Frankfurter Innovationszentrum umfasst. All diese Institute sind nicht nur miteinander sondern auch international intensiv vernetzt.  Der weltweite Austausch mit Gastforscher*innen  (Doktoranden, Post-Docs, Gastprofessor*innen) fördert entscheidend die internationale Sichtbarkeit dieser Einrichtungen. Hierzu  sind zu den attraktiven Laborbedingungen auch angemessene und bezahlbare Wohnmöglichkeiten für die Gäste erforderlich. Dem soll durch die Errichtung eines International House Campus Riedberg (IHCR) Rechnung getragen werden.  Das IHCR wird internationalen Gästen der Institute Wohnmöglichkeiten von wenigen Wochen bis zu maximal drei  Jahren (im Falle von Promotionen) bieten.

Gemeinsam mit dem Studentenwerk plant daher die Stiftung derzeit die Errichtung eines Gästehauses auf dem Riedberg.


Für wen?

Gastwissenschaftler (internationale Post-Docs, Senior Scientists u. Doktoranden) der Natur-wissenschaftlichen Fachbereiche der Goethe Universität

Gastwissenschaftler des MPI für Biophysik und des MPI für Hirnforschung

Gastwissenschaftler des FIAS


Entwurf für das International House Riedberg

Im Rahmen eines konkurrierenden Entwurfsverfahrens  an dem sich drei Architekturbüros beteiligten,  gewann der Entwurf  von Ferdinand Heide den ersten Preis:

Das ringförmig angelegte Gebäude wird von der Riedbergallee aus erschlossen und liegt zwischen KiTa  und Otto-Stern-Zentrum.  Ein geräumiger Innenhof bietet Aufenthalts- und Begegnungsflächen. Er ist sowohl zum Campus hin als auch zur Riedbergallee hin geöffnet.

Das Gästehaus ist durch Überhöhung des obersten Geschosses des Gebäudeteils entlang der Riedbergallee als eigenständiger Baukörper wahrnehmbar. Das Raumprogram ist auf nur einer Ebene untergebracht und dadurch sehr kommunikationsfördernd. Das Obergeschoß eröffnet den Bewohnern einen privilegierten Zugang zu zwei Dachterrassen mit Blick über die Stadt.

Blick auf das Studierendenwohnheim mit International House als oberstem Stockwerk von der Riedbergallee aus gesehen.

Anordnung des Baukörpers  zu Riedbergallee/Ruth Moufangstrasse, KiTa u. Stern-Gerlach Zentrum

Lage und Raumprogramm des International House Riedberg mit anschließenden Dachterrassen.

  Blick auf die Dachterrasse

Planungsgrundlagen

Größe des geplanten Gästehauses

Für das „International House Campus Riedberg“ sind vorgesehen

20 Einzelzimmer (je 25 m2),

5 Doppelzimmer (je 36 m2) und

2 Familienappartements (je 60 m2)

Mit Technik- und anderen Nebenräumen wird die BGF 1180 m2 betragen.

Ausstattung der Appartements

Die Vollausstattung soll qualitätsvoll aber nicht luxuriös sein.

Möblierung: Schreibtisch m. Beleuchtung, Stuhl, Sessel, Bett mit Bettwäsche, Esstisch m. 2 bzw. 4 Stühlen, WLAN

Küchenzeile mit Herd, Spüle, Arbeitsplatte,

Spülmaschine in den DZ u. Familienapartments

Geschirr, Besteck, Töpfe, etc.

Wirtschaftsräume

Zentral (gemeinsam m. dem Studentenwerk): Waschmaschinen, Wäschetrockner.  Stellmöglichkeiten für Fahrräder, Kinderwägen.

Im Eingangsbereich: Büro für Verwaltung und Lagerraum f. Koffer, Wäsche, Ersatzmaterial, Zusatzbetten für die Stiftung.

Baugrund und Gesamtkonzept

Der Baugrund ist im Eigentum des Landes Hessen, das der Stiftung und dem Studentenwerk ein kostenloses Erbbaurecht einräumt. Die Gebäude für die Studierenden und die Gastwissenschaftler sind getrennt identifizierbar, also als eigenständige Baukörper sichtbar; jedoch werden Allgemeinräume gemeinsam genutzt, so dass Begegnungen zwischen jüngeren und älteren Wissenschaftlern, zwischen internationalen Gästen und Studierenden und deutschen Studierenden und Wissenschaftlern gefördert werden. Durch diese Synergien werden die Flächen des Baugrundes und Einsparpotentiale optimal genutzt.

 

Rechtliche Sicherung

Die Stiftung erhält das Recht, gemäß ihrer eingebrachten Bau- und Planungskosten in der Abteilung III des Erbbaugrundbuchs dinglich zu sichern. Zudem erhält sie das Recht, in Abteilung II des Erbbaugrundbuchs das Nutzungsrecht an den von ihr errichteten Wohneinheiten auf die Dauer des Erbbaurechts zu sichern. – Dieser Passus und ein Kooperationsvertrag mit dem Studentenwerk wurden vom Stiftungsrat verabschiedet.

 

Durchführung der Baumaßnahme und Zeitplanung

Die gemeinsame Durchführung des Bauvorhabens von Stiftung und Studentenwerk unter Federführung des Studentenwerkes bietet große Synergievorteile. So steht die Expertise von Mitarbeitern des Studentenwerks für Bauplanung und  –überwachung zur Verfügung. Diese wird zudem durch die Beteiligung der Bauabteilung der Universität (Zusage der Präsidentin Frau Prof. Dr. B. Wolff) verstärkt, sodass für die Errichtung des Gebäudes die erforderliche Expertise zur Verfügung steht. Weiterhin hat Herr Prof. Bereiter-Hahn als Vorsitzender des Stiftungsrates bereits bei zwei großen Institutsbauten als Baubeauftragter die Interessen der zukünftigen Nutzer vertreten.

Nach Abschluss des konkurrierenden Ausschreibungsverfahrens im April 2018 ist die Planung in vollem Gange, sodass noch Ende 2018 der Bauantrag gestellt werden kann. Die Errichtung des Baukörpers in Holzbauweise ist mit der Bauaufsicht abgesprochen. Auf diese Weise wird ein besonders nachhaltiges Bauverfahren ermöglicht. Baubeginn ist für Mitte 2019 vorgesehen. In Anbetracht der Dringlichkeit der Maßnahme zur Unterbringung sowohl der Studierenden als auch der Gastwissenschaftler*innen wird eine Fertigstellung zum WS 2020/21 angestrebt.

Lageplan